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Neue Strukturen ausbilden – Was in Bewegung kommt, kann sich neu ausrichten

​Neue Strukturen ausbilden

​Was in Bewegung kommt, kann sich neu ausrichten

Stelle dir vor, du hältst ein durchsichtiges Glas in der Hand. Dieses ist zu einem Teil gefüllt mit Sand, darüber befindet sich glasklares Wasser. Der Sand hat sich, aufgrund seiner Dichte, im Glas abgesetzt und liegt dort friedlich am Boden.

Nun schütteln wir das Glas und der Sand wird aufgewirbelt. Erst langsam setzt er sich wieder unten im Glas ab. Auf den ersten Blick scheint es dieselbe Ausgangsposition zu sein wie zuvor, doch bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass der Sand sich nun in einer neuen Struktur gelegt hat.

So arbeiten wir.

Finde Deine innere Ge(h)schwindigkeit

Gehen; eine Aktivität über die wir uns keine Gedanken machen müssen. Das passiert automatisch. Was würde es verändern, wenn wir uns unserer Ge(h)schwindigkeit bewusst werden? Ich lade Dich auf ein Experiment ein.

Es geht nicht um schnell oder langsam oder nur langsam oder nur schnell. Es geht um das Finden des eigenen Rhythmus. Es geht darum hinzufühlen, welches Tempo gerade angemessen ist.  Es geht darum im Augenblick anzukommen.

Muss ich meine Geschwindigkeit reduzieren oder erhöhen, um mit mir im Einklang zu sein? Wenn „innen“ und „Außen“ sich gegenseitig begünstigen und im Fluss sind dann bin ich auch mal schnell; laufe zügig; reite auf der Welle. Es wäre dann vielleicht sogar kontraproduktiv zu drosseln. Aber oft treibt uns unser Umfeld dazu an eine höhere Taktung aufzunehmen als angenehm für uns wäre.

Stimme Dich ein. Finde Dein Tempo. Sei schneller oder langsamer als die Zeit, die Dich  gerade umgibt. Lasse Dich nicht von Deinem Umfeld treiben. Höre hin, was Du gerade brauchst.

Achte beim Gehen darauf wie Deine Fußsohlen auf dem Boden aufkommen. Was macht der linke Fuß, während der rechte Fuß gerade erst den Boden berührt? Vielleicht  fällt Dir auf, welcher Teil der Fußsohle den Bodenkontakt zuerst aufnimmt und wie sich das für Dich anfühlt. Stelle Dir vor, dass Dein Fuß für die Zeit, die er auf dem Boden verweilt, Wurzeln schlägt. Was verändert dieser Gedanke?

Was fällt Dir zu Deinem Umfeld auf? Lässt es Dich schneller oder langsamer werden? Kannst Du ausmachen, warum? Was lässt Dich ruhiger werden? Was treibt Dich an? Konzentriere Dich auf das Spüren Deiner Fußsohlen. Beobachte Deine Gehbewegung und bleibe im Fluss.

Probiere unterschiedliche Geschwindigkeiten aus und beobachte dabei wie sich Deine Wahrnehmung ändert. Wo bist Du? Was hörst Du? Was siehst Du? Was riechst Du? Was fühlt sich gut an? Welche Geschwindigkeit fühlt sich richtig an?

Probiere diese Übung in unterschiedlichen Kontexten aus: Auf der Straße, in der freien Natur, im Wohnzimmer, auf dem Spielplatz, beim Spaziergang am Fluss oder was Dir beliebt.

Du kannst Dein Erleben noch etwas intensiver gestalten indem Du diese Übung barfuß durchläufst. Was verändert sich? Wie fühlt sich das an?

Was auch immer Deine Erkenntnis ist nutze und integriere sie in Deinen Alltag.

Weniger wichtig als die konkrete Technik, die Du nutzt, ist Deine Fähigkeit, Dich selbst zu spüren und mit Hilfe Deines inneren Tempos in der Gegenwart anzukommen.

Der Weg ist das Ziel.

Probiere es doch einmal aus und teile uns Deine Erfahrungen gerne in diesem Blog mit!

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